Der Finanzplan für die Existenzgründung | Cordie-Design

Der Finanzplan für die Existenzgründung

Bei der Existenzgründung gibt es zahlreiche verschiedene Punkte zu beachten. Ein sehr wichtiger: Der Finanzplan für die Existenzgründung. Der Finanzplan spielt eine wesentliche Rolle bei der Gründung eines Start-Ups oder Einzelunternehmens.

Was ist der Finanzplan?

Der Finanzplan eines Unternehmens gibt Aufschluss darüber, wie sich ein Unternehmen in der Zukunft finanziell entwickeln könnte. Während die Buchhaltung immer rückwirkend ist, ist ein Finanzplan immer in die Zukunft ausgerichtet. In ihm sind die (möglichst realistischen) Einschätzungen zur zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens zu finden.

Was gehört in den Finanzplan?

Im Finanzplan sind die Einnahmen und Ausgaben aufgelistet, die sich in der Zukunft ergeben. Meist ist ein solcher Plan auf ein Jahr ausgerichtet. Bei einer Existenzgründung kann sich ein Finanzplan auch über mehrere Jahre erstrecken. Wichtig ist, dass die Zahlen, die in den Finanzplan einfließen, realistisch sind, und Hand und Fuß haben. Viele von uns haben schon in der Sendung "Die Höhle der Löwen" gesehen, wie unrealistisch ein Finanzplan sein kann. Die Zahlen, die in den Finanzplan einfließen, sollten nicht ausgedacht sein, sondern sollten hinterfragt werden. Sonst kommt es zu Bewertungen, die zu hoch sind, was später nicht nur Investoren enttäuscht, sondern auch Kredite zum Platzen bringen kann.

Warum brauche ich einen Finanzplan?

Jedes Unternehmen benötigt einen Finanzplan, wenn es sich auf die Suche nach Investoren macht, oder einen Kredit aufnehmen möchte. Dies gilt für Unternehmen, die in der Existenzgründung sind, wie für Unternehmen, die es schon länger gibt, die aber erneuten Finanzbedarf haben.

In einem Finanzplan sind die zukünftigen Einnahmen und Ausgaben aufzuführen, damit z.B. ein Investor sehen kann, wie sich das Unternehmen entwickeln wird. Ein potenzieller Investor entscheidet anhand des Finanzplans darüber, ob Geld in das Unternehmen investiert wird. Wichtig ist es, den Investoren hier nicht irgendwelche Zahlen vorzulegen, die in der Realität nicht oder nur sehr unwahrscheinlich erreichbar sind. Das heißt: Legt ein Start-Up einen Businessplan vor, in dem es gleich im 1. Jahr von drei Millionen Euro Umsatz, und z.B. einer Million Gewinn ausgeht, wird sich ein Investor fragen, woher diese Zahlen kommen. Und wird sich anhand der wenig wahrscheinlichen Zahlen wohl eher gegen eine Investition entscheiden.

Für die Aufnahme eines Kredits ist ein Finanzplan wichtig. Die Bank macht sich gleichermaßen durch den Finanzplan einen Bild über die Kreditwürdigkeit. Es sind stets realistische Einschätzungen und Zahlen gefragt.

coins-1015125_1920 © Foto stevepb / pixabay

Wie ist der Aufbau eines Finanzplanes?

Wird ein Start-Up gegründet, ist es wichtig, dass der Finanzplan Hand und Fuß hat, und darin die wichtigsten Punkte aufgeführt sind:

Die Kosten für die Gründung des Unternehmens, wie z.B. IHK Gebühren, Eintrag ins Handelsregister, Notar- und Rechtsanwaltsgebühren, etc. In der Investitionsübersicht muss stehen, wofür wie viel Geld investiert werden soll. Im Plan für die Gewinn und Verlust Rechnung (GuV) wird aufgeführt, ab wann voraussichtlich Gewinne erzielt werden.

Ebenfalls muss ein Liquiditätsplan enthalten sein, um sehen zu können, ob es eventuell Liquiditätsengpässe gibt.

Und zum Schluss muss im Finanzplan natürlich eine Rentabilitätsrechnung stehen, die Aufschluss darüber gibt, ob sich das Ganze überhaupt lohnt.

Wo bekommt man Hilfe?

Wer einen Liquiditätsplan erstellen möchte, kann dies mit Hilfe von Fachleuten für diesen Bereich tun. Diese bieten ihre Dienste mit fixem Honorar oder mit einer Erfolgsprovision an. Außerdem gibt es Finanzplan-Tools, die einem dabei helfen, einen solchen Businessplan zu erstellen. Der Vorteil eines solchen Tools: Es wird nichts Wichtiges vergessen, was in den Plan gehört!

Fazit: Jeder Gründer braucht einen Finanzplan

Wer ein Unternehmen gründen möchte, egal wie groß es werden soll, braucht einen realistische Finanzplan. Anders lassen sich keine Investoren finden und keine Kredite bei der Bank erhalten. Und auch für den Existenzgründungszuschuss ist ein Finanzplan von äußerster Wichtigkeit. Nur wer einen durchdachten Businessplan vorlegen kann, hat am Ende die Chance, Investoren für sich und seine Idee zu gewinnen. Ein gut aufgebauter Finanzplan ist deshalb die Basis für Investitionen und die Kreditaufnahme.

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